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GESCHICHTE UNSERER WEHR

HISTORIE

1906

11. März 1906 – die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsberg wird gegründet

Als Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg gilt der 11. März 1906. „Versammlung, Wahl und Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg-Oberndorf“, mit diesen Worten ist die Gründung unserer Feuerwehr im alten Protokollbuch vermerkt. Am 20. Mai 1906 fand unter Beisein von Gemeindevorstand Alois von Payrhuber und Anton Gugg aus Linz die Spritzenprobe in Wilhelmsberg statt. Ein weiterer Höhepunkt im Gründungsjahr war der 21. Dezember 1906, an diesem Tag fand in Wilhelmsberg die erste Generalversammlung statt. 

1906

Protokollauszüge aus der ersten Generalversammlung am 21. Dezember 1906

Der Vorsitzende Mathias Mair eröffnet die erste Generalversammlung und gab der Freude Ausdruck, für die so zahlreich erschienenen Mitglieder und forderte sie auf zur Einigkeit und zu einem brüderlichen Zusammenhalten und geht zur Tagesordnung über…“

„Über Antrag des Johann Roither wegen einer Mannschaftskasse wurde zur Abstimmung geschritten. Es wurde beschlossen, eine Mannschaftskasse zu gründen, und es wurde beschlossen, dass ein jährlicher Betrag von einer Krone von den Vereinsmitgliedern zu leisten ist.“

„Die Besprechung wegen Ortstafeln (damit sind in diesem Fall Anschlagtafeln gemeint) wird mit Antrag des Josef Hinterleitner in Kenntnis genommen, es sollten zwei Ortstafeln von Tischler Franz Einberger angefertigt werden, die zur Aufschreibung der Feuerwehrangelegenheiten dienen sollten.“

„Verteilung der Statutenbücher an die Mitglieder der Feuerwehr. Da kein Punkt der Beratung mehr vorlag, schreitet Hauptmann Mair zum Schlusse der ersten Generalversammlung mit einem dreimaligen Hoch auf Seine Majestät des Kaisers, den besten Gönner und Förderer der Feuerwehr, ein dreimaliges Gut Heil der Feuerwehrkameraden zum Schlusse der ersten Generalversammlung.“ 

Mit diesen Worten zur Huldigung des Kaisers schlossen die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg alljährlich die Generalversammlung. Als im Jahr 1919 die Monarchie nicht mehr bestand, schloss der Kommandant mit den Worten: „Ein dreimaliges Gut Heil“, die Generalversammlung. 

1909

29. März 1909: Feuertaufe – Großbrand in Oberndorf

Zu diesem Ereignis ist im damaligen Protokollbuch folgender Eintag vermerkt: „In früher Morgenstunde, am 29. März 1909 um 4 Uhr 45 Minuten wurde die Feuerwehr durch Horn-Signal alarmiert, zu dem großen Brande in Oberndorf, welchem 3 Bauernhöfe zum Opfer fielen. Das Haus des Franz Einberger, Ortmair Nr. 2, das Haus des Mathäus Krötzl, Wirtsanwesen Nr. 3, und das Haus des Franz Stoiber, Stegmayr Nr. 4….“ Dieser Großbrand in Oberndorf war für die damals noch junge Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsberg tatsächlich die Feuertaufe, weil es der erste Brandeinsatz seit der Gründung im Jahre 1906 war. Dieser Großeinsatz dauerte 26 Stunden. Nur mit Mühe konnte das Übergreifen der Flammen auf das Schmiedbauern-Haus verhindert werden. Weitere 11 Feuerwehren aus der Umgebung sind damals zum Großbrand in Oberndorf ausgerückt. 

 

1909

Johann Prammer wird zum siebenfachen Lebensretter 

Bei diesem Großbrand in Oberndorf am 29. März 1909 wurde Johann Prammer aus Oberndorf zum siebenfachen Lebensretter. Prammer stammte vom „Schmied in Oberndorf“. Dieses Haus besteht heute nicht mehr, aber die Älteren in unseren Reihen können sich bestimmt noch an das Schmied-Haus in Oberndorf erinnern. Dieses Anwesen befand sich zwischen Schmiedmair-Haus und Bach, in unmittelbarer Nähe zur Brücke in Oberndorf. Johann Prammer konnte im letzten Moment sieben Menschen vor dem sicheren Erstickungstod aus dem Ortmair-Haus (Oberndorf Nr. 2) retten. Er erhielt für seine mehrfache Lebensrettung eine hohe Auszeichnung. In einer großen Feier, die am 21. Jänner 1912 beim Wirt in Oberndorf stattfand, erhielt Prammer das vom  Kaiser gestiftete „Silberne Verdienstkreuz“.  Prammer machte in den folgenden Jahren auch Karriere im Feuerwehrwesen. Er wurde selbst Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg und darüber hinaus „Bezirksverband-Stellvertreter“, eine Funktion, die nach heutigen Gesichtspunkten ungefähr mit dem Abschnittskommandanten vergleichbar ist.   

 

1914 - 1918 Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg fordert sieben Tote aus den Reihen der FF Wilhelmsberg

Im Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg werden sieben Kameraden angeführt, die den sinnlosen kriegerischen Auseinandersetzungen des Ersten Weltkrieges zum Opfer gefallen sind: 

Franz Berger | Hinterleitner in Hinterleiten 
Heinrich Wirt | Road in Wilhelmsberg
Ferdinand Oberndorfer | Grabnersohn in Inn
Johann Riedlbauer | Wolfesbergersohn
Franz Seitenthaler | Schmiedsohn in Freinberg
Franz Steininger | Hausname und Ortschaft nicht bekannt 
Alois Schlager | Hausname und Ortschaft nicht bekannt

 

1927

Das Jahr 1927 bringt eine neue Handsaugspritze

In den 1920er Jahren gab es noch keine motorbetriebene Feuerwehrpumpe. Am 25. Juli 1927 wurde daher die neu angekaufte Handsaugspritze in Betrieb genommen. 

1928

Der Wunsch nach einem Schlauchturm wird laut

Bei der 22. Generalversammlung am 8. Jänner 1928 stellte das Mitglied Franz Schatzl einen Antrag, worin der Wunsch zur Errichtung eines Schlauchturmes geäußert wurde, weil es eine ziemlich unbequeme Angelegenheit sei, die Schläuche ohne Schlauchturm zu trocknen. Im Jahr 1929 ging dieser Wunsch in Erfüllung. Beim Spritzenhaus - so nannte man das Feuerwehrhaus damals - wurde ein neuer Schlauchturm aufgestellt. 

1931

25. Geburtstag der FF Wilhelmsberg

Am 30. August 1931 wurde das 25-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg abgehalten. Sechs Feuerwehren aus der Umgebung und die Musikkapelle Meggenhofen verschönerten die Festfeier in Wilhelmsberg. 

1938

Die vorläufig letzte Generalversammlung am 5. Jänner 1938

Der Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland am 13. März 1938 hatte auch für die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsberg weit reichende Folgen. Unsere Feuerwehr verlor ihre Eigenständigkeit und wurde zu einem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Meggenhofen.

1945

Erste Jahreshauptversammlung nach 1945

Nach der Wiedergeburt Österreichs im April 1945 dauerte es noch rund vier Jahre, bis bei der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg-Oberndorf wieder eine Jahreshauptversammlung als selbständige Körperschaft abgehalten wurde. Kommandant Heinrich Hiptmair eröffnete am 19. März 1949 nach elfjähriger Unterbrechung wiederum eine Jahreshauptversammlung in seinem eigenen Gasthaus. Dazu heißt es im Protokollbuch: „Wehrführer Hiptmair eröffnete etwa um 8:00 Uhr abends die Versammlung….und appellierte an die Versammlung, wieder ein reges Vereinsleben zu entfalten….“ Zur finanziellen Situation in den Jahren 1948/49 findet sich im Protokollbuch nachstehende Niederschrift: „Nachdem der Bargeldstand der Mannschaftskasse einen ziemlichen Tiefstand erreicht hatte, wurde eine Geldsammlung unter den Versammlungsteilnehmern durchgeführt, die den schönen Betrag von 405,-- Schilling ergab.“ Bei dieser Jahreshauptversammlung im Jahr 1949 wurde auch auf den schlechten Zustand des Schlauchmaterials hingewiesen. Der ehemalige Kommandant und Bezirksverband-Stellvertreter Johann Prammer sah im Jahr 1949 bei der Wiedererlangung der Selbständigkeit eine gewisse Parallelität zu den Sorgen, wie diese auch schon im Gründungsjahr 1906 bestanden hatten. „Materialsorgen damals, Materialsorgen heute..“, meinte Prammer dazu wörtlich.

1950

1950: Brand beim Mair in Oberndorf

Am 30. März 1950 wurde um etwa 18:30 Uhr abends Feueralarm gegeben, das Mair-Anwesen in Oberndorf stand in Flammen. Unsere Feuerwehr erschien als erste beim Brandobjekt und begann sofort mit der Sicherung des Wohngebäudes. Das Vieh war größtenteils bereits von den Nachbarn aus den Stallungen gebracht worden. Fünf weitere Feuerwehren beteiligten sich an den Brandbekämpfungsmaßnahmen. Erst am nächsten Tag, um ca. 16:30 Uhr kehrte unsere Feuerwehr vom Einsatzort zurück. 

1950 Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung 1950: Ankaufsbeschluss für einen Zweiachsanhänger

Am 1. Juli 1950 fand im Gasthaus Hiptmair eine Generalversammlung statt. 

Dabei wurde abgestimmt, welches der drei nachstehend aufgezählten Anhängermodelle angekauft werden sollte:

1) Einachsanhänger der Firma Rosenbauer um 4.500,-- Schilling
2) Zweiachsanhänger, gefedert für Pferde- und Traktorzug
3) Gut erhaltener Benzin-Lastwagen

 

Nach längeren Diskussionen fiel schließlich der Mehrheitsbeschluss auf einen gefederten Zweiachsanhänger. 

1950

Als man noch mit dem Traktor ausrückte

Noch recht bescheiden waren die Mittel zum Personentransport im Jahre 1950. In diesem Jahr feierte die Freiwillige Feuerwehr Gaspoltshofen das 65-jährige Bestandsjubiläum mit Motorspritzenweihe. Feuerwehrkamerad Mairinger aus Bugram erklärte sich bereit, die teilnehmenden Kameraden vom Gasthaus Seiringer in Oberndorf mit dem Traktorfuhrwerk (Traktor mit Anhänger) nach Gaspoltshofen und retour zu befördern. 

1950

Glockenweihe in Meggenhofen: Erstmals wieder mit einheitlicher Uniform ausgerückt

Im Zweiten Weltkrieg mussten die Kirchenglocken der Pfarrkirche Meggenhofen abgeliefert werden. Die Glocken wurden eingeschmolzen und für Rüstungszwecke weiterverarbeitet. Am 25. Juni 1950 erhielt die Pfarrkirche wieder neue Kirchenglocken. Dieses erfreuliche Ereignis wurde mit einem großen Glockenweihefest gefeiert. Dieser Tag war auch für die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsberg ein besonderer Anlass. Obwohl in Folge der Kriegswirren ein ausgeprägter Material- und Rohstoffmangel herrschte, war es unserer Feuerwehr anlässlich des Glockenweihefestes das erste Mal wieder möglich, in einheitlicher Uniform auszurücken. 

1952

Neue Motorspritze 

Die Jahre nach 1945 waren vom Wiederaufbau und Neuanschaffungen geprägt. Groß war daher die Freude in den Reihen unserer Feuerwehr, als am 14. April 1952 eine neue Motorspritze ausgeliefert wurde. 

1958

1958: eine neue Ära beginnt - Johann Mair wird zum Kommandanten gewählt

Im Jahr 1953 wurde Johann Mair, vulgo Paulschneider, zum Kommandant- Stellvertreter bestellt. Bei der Neuwahl des Kommandos am 13. April 1958 wurde Johann Mair schließlich zum neuen Kommandanten unserer Feuerwehr gewählt. Ohne Übertreibung lässt sich feststellen, dass damit eine neue Ära in der Feuerwehr Wilhelmsberg begann, denn der Paulschneider übte sein Amt ein viertel Jahrhundert lang aus, von 1958 bis zum Jahr 1983. Aber auch der Vorgänger von Johann Mair, Heinrich Hiptmair, vulgo Wirt in Wilhelmsberg, stand 25 Jahre hindurch an der Spitze unserer Feuerwehr. Zum Stellvertreter von Johann Mair wurde Johann Aichmair, vulgo Annerl, gewählt.

1961

Jahreshauptversammlung 1961: Beschluss über Sirenenankauf wird einige Monate zurückgestellt

Bei der Jahreshauptversammlung am 5. Jänner 1961 gab Kommandant Johann Mair bekannt, dass vom Kommando der Beschluss gefasst wurde, eine Sirene anzukaufen. Nach eingehender Diskussion bei der Jahreshauptversammlung wurde aber beschlossen, den Ankauf der Sirene zurückzustellen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Neubau unseres bisherigen Zeughauses in Erwägung gezogen. Da die finanziellen Mittel der Feuerwehr und auch die der Gemeinde Meggenhofen in dieser Zeit eher knapp waren, wurde der Entschluss gefasst, das Geld für den Neubau des Feuerwehrhauses anzusparen und vorerst auf den Sirenenankauf zu verzichten. Glücklicherweise musste man auf die Sirene nicht mehr allzu lange warten. Zu Ende des Jahres 1961 wurde die neue Sirene angeschafft und die Finanzierung von der Gemeinde übernommen. 

1963

1963: Das neue Zeughaus wird eingeweiht

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg war sicherlich der 30. Juni 1963. An diesem Tag wurde das neue Feuerwehrzeughaus eingeweiht. Kommandant Johann Mair konnte zu diesem Anlass 19 Feuerwehren aus der Umgebung mit insgesamt 380 Mann begrüßen

1964

Feuerwehrkamerad Alois Berger feiert Primiz

Ein Kamerad aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsberg hatte sich entschlossen den Priesterberuf zu ergreifen. Alois Berger vom Mair in Oberndorf feierte am 19. Juli 1964 seine Primiz in der Pfarrkirche Meggenhofen. Alois Berger ist Pfarrer in Unken, diese Pfarre gehört zur Erzdiözese Salzburg. 

1965

Eine neue Tragkraftspritze wird angekauft

Am 27. November 1967 fand im Gasthaus Seiringer in Oberndorf eine Kommandositzung im Beisein von Bürgermeister Georg Hiegelsberger statt. Dabei wurde berichtet, dass sich die „Motorspritze“ zu einer großen Reparatur bei der Firma Rosenbauer befand. Der Bürgermeister teilte bei dieser Sitzung mit, dass ihm ein Schreiben der Fa. Rosenbauer vorliege, wonach eine Reparatur der Motorspritze hohe Kosten verursachen würde. Noch im Verlauf dieser Sitzung wurde der Ankauf einer neuen Tragkraftspritze beschlossen, die am 4. Dezember 1965 ausgeliefert wurde. 

1975

Neues Rüstfahrzeug

Im Frühjahr 1975 wurde ein schon lange gehegter Wunsch unserer Feuerwehr verwirklicht, das neue Rüstfahrzeug wurde ausgeliefert. 

 

1978

Tragischer Unfalltod von Alois Berger

Am 10. November 1978 ist unser junger Feuerwehrkamerad Alois Berger vom Mair in Oberndorf im Alter von 21 Jahren bei einem tragischen Arbeitsunfall tödlich verunglückt. 

1981

Juni 1981: Zwei junge Feuerwehrkameraden werden aus ihrem Leben gerissen

Ein trauriger Monat war der Juni 1981 für unsere Feuerwehr. Innerhalb eines Monats wurden gleich zwei junge Mitglieder aus ihrem Leben gerissen. Am 8. Juni 1981 kam Hubert Seiringer, Wirtssohn in Oberndorf, bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Er stand im 24. Lebensjahr. Nur wenige Wochen später verstarb Franz Mair, Paulschneidersohn in Wilhelmsberg, am 25. Juni 1981 an den Folgen eines Krebsleidens im 23. Lebensjahr. 

1982

1982 - das Jahr drei großer Brände in Meggenhofen

Am 16. März 1982 brach bei Familie Gaubinger, vulgo Wagner in Obergallspach, ein Brand aus. Das gesamte Wirtschaftsgebäude des landwirtschaftlichen Anwesens fiel den Flammen zum Opfer. Am 20. Mai 1982 brach bei Familie Berger, vulgo Mair in Oberndorf, durch Blitzschlag ein Brand aus. Das gesamte Wirtschaftsgebäude und das Dach des Wohnhauses fielen den Flammen zum Opfer. Für Familie Berger in Oberndorf war das schon der dritte Schicksalsschlag innerhalb weniger Jahrzehnte, nachdem der Hof im Jahr 1950 schon einmal niedergbrannt und im Jahr 1978 Sohn Alois im Alter von 21 Jahren tödlich verunglückt war. Am 15. September 1982 war schließlich bei Familie Brandstätter, Kohlmann in Niederbuch. ein Brand ausgebrochen. Das Wirtschaftsgebäude und das Dach des alten Wohnhauses wurden ein Raub der Flammen. 

 

1983

Karl Fuchshuber neuer Kommandant

Am 27. Mai 1983 wurde bei der FF Wilhelmsberg ein neues Kommando gewählt. Nach 25-jähriger verdienstvoller Tätigkeit hatte Kommandant Johann Mair, vulgo Paulschneider, sein Amt niedergelegt. Zum Nachfolger von Johann Mair wurde der bisherige Kommandant-Stellvertreter Karl Fuchshuber gewählt. Neuer Kommandant-Stellvertreter unserer Feuerwehr wurde Ernst Pichler. Mit Karl Fuchshuber als Kommandant können wir im heurigen Jahr 2006 das 100-jährige Bestandsjubiläum unserer Feuerwehr feiern und das neu errichtete Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben. 

 

1983

Neues KLF 

Weil beim alten Rüstfahrzeug durch den schlechten technischen Zustand die volle Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleistet war, entschloss sich das Kommando, ein neues Kleinlöschfahrzeug anzuschaffen. Das neue KLF wurde am 13. September 1983 von der Firma Rosenbauer ausgeliefert. 

 

1984

Erstes Hallenfest beim Hofwimmer, Fahrzeugweihe und 80-jähriges Gründungsfest

 

Mehrere erfreuliche Ereignisse zusammengenommen waren Anlass genug, um im Jahr 1984 ein großes Feuerwehrfest abzuhalten. Im September 1983 wurde das neue Kleinlöschfahrzeug ausgeliefert. Das 80-jährige Bestandsjubiläum wäre streng genommen im Jahr 1986 angestanden. Man entschloss sich aber, die Fahrzeugweihe und das Bestandsjubiläum auf ein großes Fest zu zusammenzulegen. Auch das Fest selbst war eine Premiere, denn das erste Mal fand bei Familie Kaser, Hofwimmer in Wilhelmsberg, ein großes Hallenfest am 19. und 20. Mai statt. Die Fahrzeugweihe wurde am Sonntag, den 20. Mai 1984 durch Pfarrer Herbert Wasserbauer abgehalten. 19 Feuerwehren mit rund 220 Mann verschönerten unser Fest. 

 

1987

Maibaum stand nur wenige Tage

Am 30. April 1987 wurde unserem ehemaligen Feuerwehrkameraden Max Einberger ein Maibaum aus Anlass des bevorstehenden 80. Geburtstages aufgestellt. Breits am darauf folgenden Sonntag wurde der Maibaum von einem kräftigen Sturm in ca. zwei Meter Höhe abgerissen. 

1988

Letzter Feuerwehrball beim Wirt in Wilhelmsberg

Zu einer echten Institution war der Maskenball der FF Wilhelmsberg im Gasthaus Hiptmair geworden. Besucher aus nah und fern strömten alljährlich am 5. Jänner nach Wilhelmsberg, um am legendären Maskenball teilnehmen zu können. Am 5. Jänner 1988 fand dieser Ball das letzte Mal statt. 

1992

Neue Tragkraftspritze 

Im Herbst 1992 wurde die neue Tragkraftspritze von der Firma Rosenbauer ausgeliefert. Im Rahmen einer Feldmesse beim Hofwimmer wurde die neue TKS am 29. August 1993 von Pfarrer DDr. Manfred Brandl gesegnet. 19 Gastfeuerwehren aus der Umgebung haben unser Fest verschönert. 

1994

Erstes Laubenfest

Zu einem Fixpunkt im Jahresablauf unserer Feuerwehr ist mittlerweile das Laubenfest geworden. Das erste Laubenfest bei Familie Stöger, Fuchs in Niederbuch, fand am 26., 27. und 28. August 1994 statt. 

 

2002

Hochwasserkatastrophe 2002

Im August 2002 wurde unser Bundesland von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht. Auch die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsberg war im Zusammenhang mit dem Hochwasser mehrfach im Einsatz. Am 12. August 2002 wurden wir in die Ortschaft Zwisl gerufen, am 13. August 2002 galt es in Grieskirchen eine überflutete Bahnunterführung auszupumpen. Der Bezirk Perg wurde besonders stark vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen, so waren sechs Mann unserer Feuerwehr am 15. August 2002 in Schwertberg im Hochwassereinsatz. 

 

2003

Primiz von Karl Mittendorfer

Unser Feuerwehrkamerad Karl Mittendorfer vom Freinberger in Freinberg hatte sich entschlossen, Priester zu werden. Am 6. Juli 2003 feierte er in der Pfarrkirche Meggenhofen seine Primiz. 33 Kameraden unserer Feuerwehr begleiteten ihn bei diesem Fest. Neben Alois Berger ist Karl Mittendorfer bereits der zweite Kamerad aus den Reihen unserer Feuerwehr, den wir beim seltenen Fest einer Primiz begleiten durften. 

2006

Ehrenring für Karl Fuchshuber

Eine besondere Ehre wurde unserem Kommandanten Karl Fuchshuber am 16. März 2006 zuteil. Die Gemeinde Meggenhofen verlieh an diesem Tag unserem Kommandanten für seine verdienstvollen Tätigkeiten im Feuerwehrwesen und für das öffentliche Leben den Ehrenring. Viele Jahre hindurch bekleidete Karl Fuchshuber auch das Amt des Vizebürgermeisters von Meggenhofen.